Video: Meine Windelfrei Reise – Warum wir unser Baby abgehalten haben

Wie ich zu Windelfrei gekommen bin

Letzte Woche habe ich schon einen ausführlichen Artikel geschrieben, wie wir überhaupt zu Windelfrei gekommen sind, obwohl wir überhaupt keine Ahnung hatten, was das war und extrem skeptisch waren.

Für alle, die eher lesefaul sind, habe ich auch nochmal ein Video dazu aufgenommen.

Witzigerweise ist die Geschichte dahinter natürlich die selbe, aber im Video kommt es doch nochmal ganz anders rüber, als im geschriebenen Text, ich erzähle noch einmal ganz andere Sachen.

Deshalb will ich dir das Video nicht vorenthalten. Und auch, wenn du den Beitrag letztens schon gelesen hast, schau gerne nochmal rein, du entdeckst sicherlich noch die ein oder andere neue Info.

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Hast du Fragen? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar, hier oder auf Social Media. Ich antworte dir, so schnell ich kann.

Wenn du den Beitrag teilst, wäre ich dir sehr dankbar!

Endlich frei von Bauchschmerzen und Blähungen! Wie ich darauf gekommen bin mein Baby abzuhalten

Abhalten auf Abhaltetoepfchen im sitzen 1

Windelfrei? Das klang für mich völlig verrückt! Ein Baby kann doch nicht ohne Windeln rum laufen. Pampers und Babys gehören doch untrennbar zusammen!

Hätte mir vor der Geburt unseres Sohnes jemand von Windelfrei erzählt, oder davon, dass man Babys abhalten kann, hätte ich ihn wahrscheinlich als etwas durchgeknallten Öko abgestempelt und gar nicht mehr richtig hin gehört.

Als unser Sohn dann auf der Welt war, hat er es ganz klar eingefordert sein großes Geschäft außerhalb der Windel zu erledigen.

Leider habe ich seine Signale nicht verstanden, da ich Begriffe wie Windelfrei, Hello Nappy, natürliche Säuglingspflege, Ausscheidungskommunikation oder Elimination Communication noch nie gehört hatte.

Und ich wusste auch nicht, dass man so kleine Säuglinge schon abhalten kann oder gar sollte. Das Abhalten kannte ich lediglich von früher. Wenn ich als kleines Kind draußen mal musste, hat meine Mutter mich auf ähnliche Art und Weise ins Gebüsch gehalten.

Gott sei Dank, denn so kam es mir vielleicht nicht ganz so verrückt vor mein Baby abzuhalten.

Bauchweh, Blähungen und Koliken

Unser Sohn war bereits ab seiner Geburt eigentlich ein sehr ruhiges, entspanntes und unkompliziertes Baby.

Doch als er ca. 4 oder 5 Wochen alt war änderte sich das drastisch. Er ließ sich sich nicht mehr ablegen, war extrem unruhig, weinte viel und schlief schlecht bis gar nicht.

Diverse Nächte habe ich halb sitzend, mit ihm auf dem Arm, mehr schlecht als recht geschlafen.

baby in a onesie lying on bed
Photo by Laura Garcia on Pexels.com

Er entwickelte starke Blähungen und zog die Beinchen meist an, so dass wir auf Bauchschmerzen tippten. Er entwickelte sogar richtige Krämpfe.

Wir überlegten, ob wir wohl ein High Need Baby oder ein Schreibaby hätten, ob er eine schlimme Krankheit hätte, oder ob es „nur“ die üblichen 3 Monats Koliken seien. Wobei ich mich ernsthaft fragte, wie wir diesen „Zustand“ noch weitere zwei Monate ertragen sollten.

Tagelang schleppte ich ihn singend im Fliegergriff durchs Haus, denn nur so war es für ihn (und damit auch für mich) einigermaßen erträglich.

Als mein Mann von der Arbeit nach Hause kam hatte ich gefühlt drei Meter lange Arme und war froh wenigstens ein paar Minuten mal wieder die Hände frei zu haben, während er mit unserem kleinen Spatz durchs Haus tigerte.

Es war wirklich unerträglich und wir waren vollkommen verzweifelt.

Bäuchleinöl, Bauchmassage, Kirschkernkissen, Trage, Bauchlage, Fliegergriff, Vitamin D Öl statt Tabletten, baden, wir haben alles ausprobiert, aber nichts half wirklich.

Ich habe stundenlang das Internet und schlaue Bücher studiert, was ich noch tun könnte.

Immer wieder las ich von Fencheltee, Sab Simpex, Omni Biotic Panda und Lefax, von Kümmelzäpfchen oder stimulieren des Darms, indem ein Fieberthermometer eingeführt wird. Teilweise wurde sogar empfohlen abzustillen und Pre Milch zu füttern, da Ersatzmilch verträglicher sei.

Aber meinem Baby etwas anders als meine hart erkämpfte Muttermilch zu geben kam mir einfach nicht richtig vor und ich war mir sicher, dass Muttermilch das Beste für mein Baby wäre. Denn auch das Stillen gehörte, zumindest phasenweise, zu den kurzen entspannteren Minuten des Tages.

Die Hebamme konnte uns auch nicht wirklich weiterhelfen. Sie empfahl, dass ich sämtliche Lebensmittel, die Milcheiweiß enthalten, weg lasse, um eine Milcheiweißallergie auszuschließen.

Also die Ernährung noch weiter einschränken. Denn kohlensäurehaltige Getränke und sämtliche blähende Lebensmittel ließ ich bereits vorsorglich weg.

So langsam entpuppte sich mein so lange ersehntes Stillen doch als zunehmend unattraktiv. Schließlich esse ich doch so gerne! Aber natürlich war ich bereit alles für mein Baby zu tun, damit diese quälenden Schmerzen endlich aufhörten und wir vielleicht alle mal wieder länger als 20 Minuten am Stück schlafen könnten.

Endlich, die Lösung die alles veränderte

Nach weiterer, stundenlanger Recherche im Internet stieß ich darauf, dass man sein Baby abhalten könnte. Dieses würde man auch als Windelfrei bezeichnen. Sehr schräg, wie ich fand. Schließlich gehörten doch die Pampers zu meinem Baby, wie das Amen in der Kirche.

Abhalten rückwärts auf der Toilette

Aber ich hatte ja nichts zu verlieren. Es las sich wie eine ganz natürliche Methode und so informierte ich mich ausgiebig, nahm allen Mut zusammen, schmiss alle meine Vorurteile über Bord und hielt mein leidendes Baby über der Toilette ab.

Was dann passierte war schier unglaublich!

Ich spare dir die Details, aber glaube mir, ich hätte nicht erwartet, was so alles an Luft und co aus so einem kleinen Baby kommen kann.

Nach einigen Minuten verließen wir nach dem verrichteten Geschäft das Bad. Ich zog meinen Sohn wieder an, hielt ihn im Arm, erfreute mich an seinem zufriedenen Gesichtsausdruck und binnen weniger Minuten war er auch schon eingeschlafen.

Ich kuschelte mich mit ihm aufs Sofa und nutze die Chance ein wenig auszuruhen, nach den Strapazen der letzten Wochen.

man person cute young
Photo by Pixabay on Pexels.com

Als er nach über einer halben Stunde noch immer schlief wagte ich das Experiment ihn ganz vorsichtig von mir runter, aufs Sofa zu schieben. Und siehe da, er blieb liegen und schlief seelenruhig weiter. Ich wagte es sogar ganz leise und vorsichtig aufzustehen.

Meine Chance wetternd baute ich schnell einen Kissenwall um ihn herum und schlich davon um das Babyphone zu holen.

Ich räumte auf, machte ein bisschen sauber, ging endlich mal wieder in Ruhe ins Bad und hatte hinterher sogar noch genügend Zeit, mich wieder zu ihm zu kuscheln und noch ein bisschen zu schlafen.

Dieser Tag hatte unser Familienleben drastisch zum Guten gewendet. Der Schlaf unseres Babys war wieder viel besser und wir konnten ihn tagsüber wunderbar ablegen. ich konnte sogar morgens entspannt duschen, während er im Bad auf seiner Krabbeldecke zufrieden vor sich hin gluckste.

Begeistert von Windelfrei blieben wir dabei und hielten unseren Sohn weiterhin regelmäßig ab. Er trug trotzdem noch Windeln, so dass wir uns keinen Stress machen mussten. Aber das große Geschäft ging von dem Tag an fast ausschließlich ins Töpfchen oder die Toilette.

Mit Bauchschmerzen oder Blähungen hatten wir nie wieder Probleme.

Das geht auch für dich!

Eure Situation ist ähnlich und das klingt für dich zu schön um wahr zu sein?

Glaub mir, das dachte ich auch.

Aber was hier funktioniert hat kann für dich, bzw. für dein Baby auch funktionieren.

Ich war, und bin noch immer, von Windelfrei so begeistert, dass ich mich entschieden habe Windelfrei Coach zu werden, um so vielen Eltern wie irgend möglich von dieser genialen Methode zu erzählen.

baby sleeping with animal plush toy
Photo by Ivone De Melo on Pexels.com

Und fast alle, die ich beraten habe und die es gewagt haben, sind hellauf begeistert.

Nicht nur, dass die Bauchschmerzen deutlich weniger, oder gar verschwunden sind, Windelfrei stärkt auch die Kommunikation und die Bindung zwischen dir und deinem Baby. Es fühlt sich einfach so unendlich gut an, dem Baby auch dieses Bedürfnis nach Reinlichkeit zu erfüllen.

Du hast nicht viel zu verlieren, lass es doch einfach mal auf einen Versuch ankommen?

Lies dich schlau, wie es funktioniert, oder nimm die Abkürzung und wir machen das zusammen.

Denn eins der wichtigsten Dinge bei Windelfrei ist, dass du dich wohl und sicher fühlst. Und wann fühlst du dich am sichersten? Genau, wenn du weißt, dass das, was du tust, richtig ist. Und dass du, im Fall des Falles, Unterstützung an deiner Seite hast.

Am 27.04.2021 startet mein Windelfrei Onlinekurs, in dem ich dir alles, was du über Windelfrei wissen musst, in übersichtlichen kurzen Videolektionen erkläre.

Du erhältst ein Handout, in dem du alles noch einmal genau nachlesen kannst und kannst so, ganz entspannt, in deinem eigenen Tempo, so wie du es möchtest, dir alle Inhalte entspannt ansehen.

Und das Beste für dich: Dies ist der erste Kursdurchlauf, ich nenne das immer gerne BETA Kurs. Und dafür brauche ich Testerinnen.

Für alle Testerinnen biete ich eine besondere Begleitung an. Du bekommst die Inhalte wöchentlich freigeschaltet und wir treffen uns jede Woche online zu einem Q&A (Question & Answer), in dem du live alle deine Fragen stellen kannst.

Diese enge Begleitung gibt es nur jetzt, im ersten Durchlauf, zu einem stark vergünstigten Preis. Das solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen, wenn du Interesse daran hast dein Baby abzuhalten und noch bis Ende April damit warten kannst. (Wenn du nicht warten kannst lies weiter unten weiter)

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogbeitrages kann ich dir leider noch keine ganz konkreten Infos zum Preis und zu den fixen Terminen sagen, da der Kurs noch in der Planung ist. Aber die Inhalte sind schon geplant und es wird genial.

Du kannst dich im folgenden Formular kostenlos und unverbindlich eintragen, um auf die Warteliste für den Windelfrei BETA Kurs zu kommen. Alle, die auf der Warteliste stehen, bekommen als Erstes alle Infos zum Kurs.

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Wenn du es eilig hast, weil dein Baby sich mit Blähungen oder Bauchschmerzen quält, dann hol dir die Aufzeichnung von meinem letzten Onlineseminar „Bauchschmerzfrei dank Windelfrei!“. In diesem Seminar bekommst du alle Informationen, die du für einen entspannten Start mit Windelfrei benötigst.

Hat dir dieser Beitrag weiter geholfen? Dann hilf mir dabei, noch ganz vielen weiteren Eltern von Windelfrei zu erzählen.

Wie du das tun kannst?

Indem du zum Beispiel den Beitrag in den Sozialen Medien teilst, den Link weiterleitest an Freunde oder Bekannte mit Babys, an Mütter- oder Babykursgruppen und co.

Gerne kannst du mir auch auf Facebook, Instagram und co ein Herzchen, oder einen Kommentar hinterlassen, denn auch so wird der Beitrag sichtbarer und kann von mehr Menschen gefunden werden.

Ich (und sicherlich viele Babys mit Bauchschmerzen) danke dir für deine Unterstützung.

Windelfrei – Was ist das überhaupt? Video und Kurzüberblick

Was ist eigentlich Windelfrei

Keine Lust zu lesen?

Dann schau dir gerne einfach das Video an. 😉

Begriffsdefinition

Windelfrei, Hello Nappy, Babys abhalten, natürliche Säuglingspflege, elimination communication – so viele Begriffe für eigentlich ein und das selbe.

Du möchtest wissen, was Windelfrei überhaupt ist? Am liebsten in einem Satz? Sollst du kriegen.

Windelfrei ist deinem Baby die Möglichkeit zu geben, sich außerhalb der Windel zu erleichtern und somit sein natürliches Bedürfnis nach Sauberkeit zu erfüllen.

Windelfrei ist ein natürliches Bedürfnis

Schon kleine Spatzen haben das Bedürfnis ihr Nest sauber zu halten.

Und genau so ist es bei unseren Babys auch. Sie sind von Natur aus darauf programmiert sich selbst, ihre Umgebung und ihre direkte Bezugsperson nicht zu beschmutzen.

Da sie aber noch nicht selbst auf Toilette gehen können, brauchen sie unsere Hilfe

Windelfrei ist Kommunikation und Bindungsaufbau

Genauso wie unser Baby uns mitteilt, wenn es Hunger hat, oder müde ist, teilt es uns auch mit, wenn es mal muss. Zumindest in den ersten drei Monaten. Wir müssen nur lernen es zu erkennen.

Schaffst du es dein Baby und seine Signale zu lesen und darauf zu reagieren wird das eure Bindung stärken, denn dein Baby fühlt sich gesehen und in seinen Bedürfnissen ernst genommen.

Was kann Windelfrei?

Windelfrei kann dafür sorgen, dass dein Baby sich wohler fühlt, weil es ausscheiden kann, ohne sich zu beschmutzen. Das kann dazu führen, dass dein Baby sich leichter „lösen“ kann, wodurch Blähungen, Bauchschmerzen und 3 Monats Koliken vermindert oder gar vermieden werden können.

Mehr Gründe, warum Windelfrei einfach großartig ist erfährst du in diesem Beitrag:

10 Gründe warum Windelfrei einfach großartig ist

Wie kann ich mehr erfahren?

Du interessierst dich für das Thema Windelfrei und überlegst, damit zu starten?

Dann gibt es jetzt zwei Möglichkeiten:

Die Schnelle:

Wenn du es eilig hast, weil dein Baby sich vielleicht mit Blähungen oder Bauchschmerzen quält, dann hol dir die Aufzeichnung von meinem letzten Onlineseminar „Bauchschmerzfrei dank Windelfrei!“. In diesem Seminar bekommst du alle Informationen, die du für einen entspannten Start mit Windelfrei benötigst.

Die Geniale:

Wenn du noch ein bisschen Zeit mit deinem Windelfrei Start hast und noch bis Ende April warten kannst, dann habe ich etwas geniales für dich:

Ende April erscheint mein Windelfrei Onlinekurs!

In diesem Kurs bekommst du ebenfalls alle Informationen, die du brauchst, aufbereitet in kurzen Videos, auf einer übersichtlichen Kursplattform, so dass du alle Informationen die du suchst immer schnell wieder finden kannst.

Und das Beste: Ich bringe den Kurs zunächst als BETA Testkurs raus. Das heißt du kannst zu einem stark reduzierten Preis den Kurs mit vollem Premiumsupport absolvieren.

Jede Woche treffen wir uns online über Zoom und du hast die Möglichkeit mir alle deine Fragen zu stellen und mir Feedback zum Kurs zu geben.

Das willst du? Du willst wissen, wo du buchen kannst?

Leider noch gar nicht, aber du kannst dich kostenlos und unverbindlich auf die Warteliste setzen lassen. Dann bekommst du als Erstes alle Informationen, wann genau der Kurs startet, was er kosten wird, wie das alles ablaufen wird, etc.

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„Abhalten“ im Stehen, Blogpostreihe Windelfrei Positionen Teil 5

Badewanne

Heute gibt es den letzten Beitrag in meiner Blogpostreihe Windelfrei Positionen, das „Abhalten“ im Stehen. Ich habe das Abhalten hier ganz bewusst in Anführungsstriche gesetzt, weil es sich eigentlich nicht um eine klassische Halteposition handelt, sondern das Kind selbstständig steht.

Dennoch möchte ich euch diese Position nicht vorenthalten, denn auch die Möglichkeit im Stehen auszuscheiden ist ein Angebot, das wir unseren Kindern machen können und gehört somit für mich zu Windelfrei und zum Abhalten mit dazu.

baby inside white bathtub with water
Photo by Henley Design Studio on Pexels.com

Beim Abhalten im Stehen stellst du das untenrum nackige Kind einfach in die Dusche oder die Badewanne. Bei gutem Wetter kann natürlich auf die freie Natur genutzt werden, wenn man das möchte.

Achte bitte in der Dusche und in der Badewanne unbedingt darauf, dass dein Kind nicht ausrutschen kann. Entweder, indem du es festhältst, wenn es das denn zulässt, oder indem du eine Anti-Rutsch-Matte in die Dusche oder Badewanne legst.

Du machst eueren Signallaut und dein Kind weiß, dass es jetzt okay ist, sich an diesem Ort zu erleichtern.

Diese Position ist besonders geeignet für Kinder, die gerade stehen oder laufen gelernt haben. Die Entdeckung dieser neuen Fähigkeiten ist für viele Kinder so faszinierend, dass sie gar nichts anderes mehr tun wollen. Und schonmal gar nicht auf dem Töpfchen sitzen, oder in der klassischen Abhalteposition gehalten werden.

Auch für Kinder in der Autonomie Phase, die alles gerne selber machen möchten, ist diese Position bestens geeignet. Häufig liegen beide Phasen auch eng beieinander, bzw. überschneiden sich.

Zu diesem Zeitpunkt kommt es in vielen Familien zum „Abhaltestreik“. Das muss aber nicht zwingend sein, wenn du dein Kind in seinem Bedürfnis, seine neuen Fähigkeiten zu entdecken, ernst nimmst und ihm die Möglichkeit gibst alle drei Bedürfnisse (ausscheiden, stehen und Autonomie) zu kombinieren.

In Gesprächen erlebe ich immer mal wieder Eltern, die große Skepsis gegenüber dem Ausscheiden in Garten, Badewanne oder Dusche haben. Sie haben Sorge, dass ihr Kind lernt, dass es einfach ständig überall hin pullern kann, wo es gerade geht und steht.

Das Gegenteil ist jedoch oft der Fall.

Da du ja trotzdem, auch wenn dein Kind selbstständig steht, das Signalwort sagst / den Signallaut machst, gibst du deinem Kind das okay, jetzt in diesem Moment, an diesem Ort sein Geschäft zu verrichten. Es bleibt also ein kommunikativer Prozess.

Im Gegenzug dazu, wenn du zum Beispiel darauf beharren würdest, dass dein Kind weiterhin auf dem Töpfchen sein Geschäft verrichtet, kann es zum Streik kommen. Das würde bedeuten, dass dein Kind die Kommunikation einstellt und an Ort und Stelle laufen lässt. Auf diese Weise käme es also sehr viel eher dazu, dass dein Kind eventuell in unpassenden Situationen ausscheidet, oder du eben wieder mehr auf Windeln zurückgreifen müsstest.

Du brauchst dir auch keine Sorgen machen, dass dein Kind von dem Zeitpunkt an nur in der Dusche sein Geschäft verrichten möchte. Früher oder später geht die Phase des immer stehen Wollens von ganz allein vorbei und dein Kind weiß es wieder zu schätzen, bequem auf Toilette oder Töpfchen zu sitzen.

Das „Abhalten“ im Stehen kann also eine gute Möglichkeit sein, um in der Phase des Laufen Lernens weiterhin entspannt Windelfrei betreiben zu können. Es ist wie immer bei Windelfrei das Wahrnehmen von Bedürfnissen und das Unterbreiten eines Angebots, welches dein Kind annehmen kann, oder eben nicht.

Hast du diese Position schon ausprobiert? Dann schreib deine Erfahrungen damit gerne in die Kommentare.

Du möchtest direkt alle Windelfrei Positionen auf einen Blick haben? Dann kannst du hier HIER meine Übersicht über alle Windelfrei Positionen herunter laden.

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